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Alles im Überblick

Predigtreihe

12. Februar 2012, 11 Uhr
Gethsemanekirche
»Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.«
Predigt: Bischof Dr. Markus Dröge
Liturgie: Pf. Gisbert Mangliers
Markus Dröge ist Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

26. Februar 2012, 11 Uhr
Gethsemanekirche
»Du sollst dir kein Gottesbild machen, das du anbetest und dem du dienst.«
Predigt: Ulrich Khuon
Liturgie: Pf. Heinz-Otto Seidenschnur
Ulrich Khuon ist Intendant des Deutschen Theaters Berlin.

18. März 2012, 11 Uhr
Gethsemanekirche
»Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.«
Predigt: Pf. Christian Zeiske
Liturgie: Pf. Christian Zeiske
Pf. Christian Zeiske ist seit 2000 Pfarrer in der Evang. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord.

15. April 2012, 11 Uhr
Gethsemanekirche
»Du sollst den Feiertag heiligen«
Predigt: Matthias Matussek
Liturgie: Pf. Heinz-Otto Seidenschnur
Matthias Matussek ist Journalist, Blogger u. Autor, u. a. von »Das katholische Abenteuer. Eine Provokation« (2011).

22. April 2012, 11 Uhr
Gethsemanekirche
»Du sollst Vater und Mutter ehren.«
Predigt: Prof. Dr. Jens Schröter
Liturgie. Pf. Heinz-Otto Seidenschnur
Jens Schröter ist Lehrstuhlinhaber für Exegese und Theologie des Neuen Testamentes sowie die neutestamentlichen Apokryphen an der Humboldt-Universität zu Berlin.

10. Juni 2012, 9.30 Uhr
Elias-Kuppelsaal
»Du sollst nicht töten«
Morgengebet: Pf. Gisbert Mangliers
Anschließend Vortrag und Gespräch:
Prof. Dr. Jens Reich: »Du sollst nicht töten«
Jens Reich ist Mediziner und Molekularbiologe und war einer der führenden Köpfe der Bürgerrechtsbewegung.

Die Reihe wird im zweiten Halbjahr fortgesetzt
u. a. mit Friedrich Schorlemmer, der am 21. Oktober 2012 über »Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten« predigen wird.

 

 

 

Gedanken zur Jahresthema 2012 "Die Zehn Gebote"

Liebe Leserin, lieber Leser,

Die Erschütterung, die das Volk Israel in der Wüste ergriff, als es zum ersten Mal die Zehn Gebote vernahm, können heute wohl nur wenige nachempfinden. Die einen haben die Gebote vielleicht zu oft gehört, andere nehmen sie für selbstverständliche Regularien menschlichen Miteinanders, wieder andere sehen sie als eine bloße Möglichkeit unter den vielen Wertekatalogen in unserer multioptionalen Gesellschaft.

»Und dennoch gilt: Die Zehn Gebote sind und bleiben […] der unerschütterliche Prüfstein für humanes Ethos, dafür, ob ein Mensch Charakter hat oder auch nicht. Die stetige Orientierung an dem Grundgesetz dieser Gebote ist trotz allen historischen, moralphilosophischen, kasuistischen und naturwissenschaftlichen Einwänden gegen sie notwendig, wenn es mit der Menschheit noch ein paar Jahrtausende gut gehen soll«, formuliert Mathias Schreiber im ›Spiegel‹ vom 9. Oktober 2010.

Die Zehn Gebote bewirken und bezeugen notwendige Verbindlichkeit und wechselseitige Zuverlässigkeit, damit Menschen friedlich miteinander leben können. So einfach und unbestechlich die Zehn Gebote sind, so sehr sind sie als Wille Gottes und als Selbstverpflichtung des Menschen eine Aufgabe und erwarten Überdenken, Überlegen und Beantwortung. Einige geistliche und kulturelle Veranstaltungen der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord sind darum 2012 unter das Motto der Zehn Gebote gestellt.

Alle sind herzlich willkommen!

Filme aus Krzysztof Kieślowskis Filmreihe "Dekalog"

Geliebt und getötet wird häufig auf der Leinwand, doch selten brennen sich Bilder so tief und unvergesslich ein wie die aus Krzysztof Kieślowskis »Ein kurzer Film über die Liebe« und »Ein kurzer Film über das Töten«.

Beide sind Kinofassungen zweier Teile aus Kieślowskis Dekalog, einer für das polnische Fernsehen entstandenen Filmreihe über die Zehn Gebote. Das Drehbuch schrieb der Regisseur gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Krzysztof Piesiewicz, aus dessen anwaltlicher Praxis viele der scheinbar alltäglichen Plots stammen.

»Chaos und Unordnung beherrschten Polen Mitte der 80er Jahre – überall, alles, praktisch jedermanns Leben«, erinnert sich der Regisseur Krzysztof Kieslowski an die Zeit, als Krzysztof Piesiewicz ihn auf die Idee brachte, die Zehn Gebote zu verfilmen. »Immer häufiger hatte ich den unabweisbaren Eindruck, ich sähe Menschen, die nicht wirklich wüssten, warum sie lebten«. Entstanden sind zehn moralische Tragödien, die an die Grundfesten des Menschseins rühren.

»Ein kurzer Film über das Töten« erhielt 1988 den Jurypreis bei den Filmfestspielen in Cannes und handelt von einem Mord, der Vorgeschichte, der Gerichtsverhandlung und schließlich der Vollstreckung der Todesstrafe am verurteilten Mörder.

»Ein kurzer Film über die Liebe« verfolgt die Geschichte der Liebe eines Neunzehnjährigen zu einer deutlich älteren, vom Leben enttäuschten Frau – von den träumerischen Anfängen über einen tragischen Wendepunkt bis hin zu dem fast versöhnlichen Ende. 

Am 10. Februar 2012 wird im Elias-Kuppelsaal um 19 Uhr »Ein kurzer Film über die Liebe« gezeigt; Einführung: Markus Rheinfurth, Nachgespräch: Pf. Gisbert Mangliers.

Am 27. April 2012 wird im Elias-Kuppelsaal um 19 Uhr »Ein kurzer Film über das Töten« gezeigt; Einführung: Markus Rheinfurth, Nachgespräch: Pf. H.-O. Seidenschnur.

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

 

 

Ausstellung mit Zeichnungen von Udo Lindenberg

Nach dem Gottesdienst am 12. Februar 2012 zeigt sich die Apsis der Gethsemanekirche in neuem Schmuck: eine besondere bildliche Umsetzung der Zehn Gebote wird dort zu sehen sein. Geschaffen hat sie Udo Lindenberg, den meisten wohl vor allem als Panikrocker bekannt. 2001 hat er seine ganz eigene Sicht auf die Zehn Gebote ins Bild gesetzt, ernsthaft, aber nicht ohne Humor.

Ein Religiöser im Wortsinne, einer, der Verbindlichkeiten sucht, manche für sich gefunden hat und dafür einsteht, ist Udo Lindenberg sicherlich. Udo Lindenberg – »Nun steh ich hier mit meinem kleinen Glauben/ Wie lange hält man das denn aus?« – sucht und findet »Gott«, »wie immer du auch heißt/ Und trägst du noch so viele Namen«. Er ruft ihn an und nimmt sich selbst in die Pflicht: »Gib mir die Power/ Ich will dafür steh’n/ Die Welt zu ändern/ Das muß doch geh’n.«

Ernsthaft und kritisch zeigen seine Zeichnungen zu den Zehn Geboten die christlichen Maximen und setzen sie zugleich auf den Prüfstand der heutigen Welt. In seinem Song ›Interview mit Gott‹ von seinem 2008 erschienenen Album ›Stark wie zwei‹ läßt Udo Lindenberg den Interviewten sagen, kurz bevor er weiterzieht, »man hat als Gott auch noch was andres zu tun«, etwas anderes nämlich als Interviews zu geben: »Ja, wenn der Mensch nicht weiter weiß/ dann macht er mir den Himmel heiß/ Doch es nützt kein Beichten, nee, es nützt kein Beten/ Kümmert Euch jetzt mal selber um Euern Planeten.«

Mit freundlicher Unterstützung der Sammlung Udo Lindenberg, Hamburg
12. Februar bis 28. Mai 2012, Gethsemanekirche

Eintritt frei

Geöffnet ist werktags von 11 bis 14 Uhr, samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags nach dem Gottesdienst (Beginn: 11 Uhr) bis 14 Uhr. Am 26. März, in der Woche vor Ostern (2. bis 7. April) und am 23./24. April kann die Ausstellung leider nicht besichtigt werden.

Veranstaltungen für Kinder

Kindermusical "das goldene Kalb"

Am 8. Juni 2012 führt die Singschule im Rahmen des Schuljahresabschlußfestes zusammen mit den Kindern der Christenlehre Gerd- Peter Mündens geistliches Kindermusical »Das Goldene Kalb« in der Gethsemanekirche auf. Das Musical erzählt die Geschichte vom Götzenbild, das die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten schufen, während Mose auf dem Berg Sinai die Zehn Gebote erhielt.
8. Juni 2012, 17 Uhr, Gethsemanekirche

 

 

 

Sommerrüsten

»Mit Mose unterwegs«

Die 10 Gebote – Wege für einen fairen Umgang miteinander Die ›Kleinen‹ (1. bis vollendete 4. Klasse, max. 75 Kinder) fahren nach Zootzen auf den Waldhof direkt am Stolpsee mit Christian Zeiske, Antje Erdmann und Team. Dort wird auf dem See gerudert, miteinander gebastelt, gespielt und baden gegangen.

Die ›Großen‹ (5. bis vollendete 7. Klasse) fahren nach Tornow ins Schloß vom Ökowerk Brandenburg e.V . mit Gisbert Mangliers, Katharina Loh und Team. Neben der Beschäftigung mit dem spannenden Thema bleibt Zeit für Volleyball, Wasserschlachten, Kanufahrten, gemeinsames Singen und kreative Angebote.

22. Juni bis 29. Juni 2012, Waldhof Zootzen bzw. Schloß Tornow Anmeldung bis zum 29. Februar 2012.

Detaillierte Informationen und Anmeldung