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Predigtreihe

14. April 2013, 11 Uhr
Gethsemanekirche
Predigt: Mathias Bonhoeffer
Liturgie: Pf. Heinz-Otto Seidenschnur
Mathias Bonhoeffer ist Pfarrer an der Kartäuserkirche Köln und Großneffe Dietrich Bonhoeffers und Hans von Dohnányis.

16. Juni 2013, 11 Uhr
Gethsemanekirche
Predigt: Barbara Schneider-Kempf
Liturgie: Pfn. Uta Fey
Barbara Schneider-Kempf ist Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Dort werden der handschriftliche Nachlass und die Bibliothek Dietrich Bonhoeffers auf bewahrt.

8. September 2013, 11 Uhr
Gethsemanekirche
Predigt: Ryszard Bogusz
Liturgie: Pf. Christian Zeiske
Ryszard Bogusz ist Bischof der Diözese Breslau  der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

 

 

 

Gedanken zum Jahresthema 2013

Dietrich Bonhoeffer wurde am 4. Februar 1906 in Breslau geboren. Am 9. April 1945 wurde er, 39 Jahre alt, im Konzentrationslager Flossenbürg erhängt.Ein wesentlich neues Moment der Theologie Dietrich Bonhoeffers ist die Forderung nach einem »religionslosen  Christentum: "Was mich unablässig bewegt, ist die Frage, wer Christus heute für uns eigentlich ist. […] Wie sprechen wir von Gott – ohne Religion, d. h. eben ohne die zeitbedingten Voraussetzungen der Metaphysik, der Innerlichkeit etc. etc.? Wie sprechen […] wir ›weltlich‹ von Gott, wie sind wir ›religionslos-weltlich‹ Christen, wie sind wir ekklesia, Herausgerufene, ohne uns religiös als Bevorzugte zu verstehen, sondern vielmehr als ganz zur Welt Gehörige? Christus ist dann nicht mehr Gegenstand der Religion, sondern etwas ganz anderes, wirklich Herr der Welt. Aber was heißt das?".Im April 2013 jähren sich zum 70. Mal zwei einschneidende Ereignisse im Leben Dietrich Bonhoeffers: Seine Verhaftung durch die Gestapo und seine Verlobung mit Maria von Wedemeyer. Grund genug, sich aus diesem Anlass dem Menschen  und Theologen Dietrich Bonhoeffer auf besondere Weise zuzuwenden.Alle sind herzlich willkommen!

 

Ausflug

Erinnerungs- und Begegnungsstätte Bonhoeffer-Haus

1935 zog die Familie Bonhoeffer in das neu errichtete Wohnhaus in der Marienburger Allee 43, Berlin-Charlottenburg. In seinem Studienzimmer, das für seine Berlinaufenthalte im Dachgeschoss angelegt worden war, schrieb Dietrich Bonhoeffer Teile der ›Ethik‹ sowie das Werk ›Nach zehn Jahren‹, das im Haus versteckt den Krieg überdauerte. In diesem Haus  fanden auch konspirative Treffen zur Koordinierung des Widerstandes gegen die nationalsozialistische Diktatur statt.
Nach dem Tod von Dietrich Bonhoeffers Eltern erwarb 1951 die Evangelische Landeskirche mit Unterstützung der Schwedischen Kirche das Haus. Eberhard Bethge, Freund und Biograf Dietrich Bonhoeffers, zog als Pfarrer der Berliner Studentengemeinde mit seiner Familie in das Haus ein. Nachdem Bethge Berlin verlassen hatte, wurde das Haus umgebaut und war ab 1956 Zentrum der Studentengemeinde der technischen Universität Berlin. Seit 1987 ist das Haus Erinnerungs- und Begegnungsstätte in Trägerschaft der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.
Eine Dauerausstellung über das Leben und Wirken Dietrich Bonhoeffers kann ebenso besichtigt werden wie das Studienzimmer, das in einen weitgehend originalgetreuen Zustand zurückversetzt wurde.

11. Juni 2013, 18 Uhr
Treffpunkt S-Bahn Prenzlauer Allee bzw.
19 Uhr Treffpunkt Bonhoeffer-Haus, 
Marienburger Allee 43

Weitere Termine sind im 2. Halbjahr geplant,  bitte auf Aushänge achten. Unkostenbeitrag als Spende für das Haus 5 € (ohne Fahrtkosten) Um Voranmeldung bis eine Woche vor dem jeweiligen Termin im Zentralbüro unter Telefon (030) 4 45 77 45 oder  zentralbuero@ekpn.de  wird gebeten.

Lesung

Brautbriefe Zelle 92

Maria von Wedemeyer ist erst 18, als sie im Juni 1942 Dietrich Bonhoeffer begegnet; ein halbes Jahr darauf verloben sie sich. Ihre Liebe wird auf eine harte Belastungsprobe gestellt, als Dietrich Bonhoeffer am 5. April 1943 verhaftet und in das Militärgefängnis in Berlin-Tegel gebracht wird. Es beginnt eine Zeit sehnsüchtigen Briefwechsels. Beide ahnen nicht, dass sie sich nicht in Freiheit wiedersehen werden ... Mit freundlicher Genehmigung des C. H. Beck-Verlags, München,  und der Erben Maria von Wedemeyers. Katja Hensel und Uli Pleßmann  (Berliner Ensemble), Lesung Monique Steffen, Violine Kantor Oliver Vogt, Klavier

Mittwoch, 17. April 2013, 19.30 Uhr
Elias-Kuppelsaal

Samstag, 17. August 2013, 19.30 Uhr
Elias-Kuppelsaal


Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Konzerte

Wer bin ich?

Das Eröffnungskonzert des Orgelsommers Prenzlauer Berg Nord 2013 steht unter dem Motto des Jahresthemas der Gemeinde. Im Zentrum des Konzertes steht die Bonhoeffer-Trilogie des 1947 geborenen Komponisten Kurt Grahl: »Um die Vita Bonhoeffers ranken sich die Gedanken des 300 Jahre alten Chorals ›Steh ich bei meinem Gott‹ ebenso wie unser Staunen und unsere Fragen, die sich aus der Kompromisslosigkeit der Umsetzung eines so großen Gottvertrauens ergeben.«

Yvonne Friedli, Sopran (Landestheater Neustrelitz)
Felix Wilde, Trompete (Staatskapelle Berlin)
Kantor Oliver Vogt, Orgel
Pf. Heinz-Otto Seidenschnur, Sprecher
Mittwoch, 15. Mai 2013, 19.30 Uhr,
Gethsemanekirche

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Selig sind

Das ›Deutsche Requiem‹ von Johannes Brahms im Dialog mit Worten von Dietrich Bonhoeffer

Im Rahmen des Jahresprojekts 2013 der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord erklingt das ›Deutsche Requiem‹ von Johannes Brahms. Es kommt die Fassung für Solisten, Chor, zwei Klaviere und Pauken von Heinrich Poos zur Aufführung. Neben die von Johannes Brahms selbst zusammengestellten Bibelworte des Requiems treten Texte aus Predigten und Briefen von Dietrich Bonhoeffer.

Ensemble Ad Hoc 
Jörg Schneider, Bariton (Rundfunkchor Berlin)
Leitung: Kim Nguyen
Sonntag, 18. August 2013, 15 Uhr
Stadtkloster Segen

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Vortrag und Gespräch

Wolfgang Huber
Dietrich Bonhoeffer. Mündigkeit und Macht

»Dietrich Bonhoeffers Lebensthema war nicht die Religion, sondern die Kirche. […] Auch im Umgang mit der Wiederkehr der Religion bewähren sich der Respekt vor der Mündigkeit des Menschen und die Überzeugung, dass der Glaube ein Lebensakt ist, der den ganzen Menschen ergreift. Das ist es, was wir gerade heute – in einer Zeit der Wiederkehr der Religion – von Dietrich Bonhoeffer lernen können.« (Wolfgang Huber)
Wolfgang Huber setzt in einem Vortrag wesentliche Akzente zum Thema und steht im nachfolgenden Gespräch mit dem Publikum Rede und Antwort.
Prof. Dr. Dr. Wolfgang Huber war von 1994 bis 2009 Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und von 2003 bis 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Er ist mit anderen Herausgeber der 2006 erschienenen sechsbändigen Werkauswahl Dietrich Bonhoeffers.

Freitag, 30. August 2013, 19.30 Uhr
Elias-Kuppelsaal

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten. Büchertisch, mit Möglichkeit zum Signieren