. .

Begleitbuch zur Ausstellung erschienen

Das Begleitbuch zur Ausstellung "Wachet und Betet" ist am 29. November 2009 erschienen. Ab sofort ist es im Gemeindebüro Gethsemane und nach den Gottesdiensten in der Gethsemanekirche zum Selbstkostenpreis von acht Euro erhältlich. Falls Sie das Buch nicht selbst abholen können, senden wir es Ihnen gegen Vorkasse gerne zu. Schreiben Sie uns dazu eine E-Mail an: infoping@wachet-und-betetpong.de

Mehr Infos zum Buch >>

 

Programmheft bestellen

Gerne senden wir Ihnen das Programmheft in gedruckter Form kostenlos zu. Bitte senden Sie uns Ihre Bestellung per Mail an: infoping@wachet-und-betetpong.de

 

Flyer zum Download

Programmheft zum Download

»Wachet und Betet«

Herbst ’89 in der Gethsemanekirche – 20 Jahre danach

»Wachet und Betet« – das Wort aus dem Matthäus-Evangelium stand auf dem Transparent an der Gethsemanekirche im Herbst 1989 und wurde somit zu einem Motto der Fürbittgebete, der Mahnwache und der Fastenaktion vor 20 Jahren. Tausende Menschen kamen in diese Kirche und suchten Antworten auf Fragen, suchten Wege aus der Erstarrung, die das gesamte politische und gesellschaftliche Leben in dieser Zeit kennzeichnete, fanden Informationen und Alternativen zu Hass und Resignation.

Zum Schutzraum vor physischer Gewalt wurde die Kirche am 7./8. Oktober 1989, als bewaffnete Polizei- und Militäreinheiten den friedlichen Protesten auf den Straßen mit brutaler Gewalt begegneten. Brennende Kerzen und das gesungene »Dona Nobis Pacem – Gib uns Frieden« waren die Antworten auf Schlagstock und Hundestaffel.

Die friedliche Revolution des Herbstes 1989 ist heute noch ein Beispiel für die Macht gewaltlosen Widerstandes, für Zivilcourage und bürgerschaftliches Engagement, aber auch für die entscheidende Rolle, die einige evangelische Kirchengemeinden in diesem Prozess spielten. Zusammen mit der Nikolaikirche Leipzig und der Zionskirche Berlin ist die Gethsemanekirche im Prenzlauer Berg zum Symbol geworden.

Veranstaltungen vom 12. September bis 18. November 2009

Aus diesem Anlass lädt unter der Schirmherrschaft von Martin-Michael Passauer, Generalsuperintendent i. R., der Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord im Herbst 2009 zu einer Vielzahl von Veranstaltungen in die Gethsemanekirche ein. Zum Programm gehören eine Ausstellung, Vortrag und Podiumsdiskussion, Konzerte und Kinoabende, eine Predigtreihe und die Herausgabe eines Buches. Alle Veranstaltungen werden generell bei freiem Eintritt stattfinden.

Die Ausstellung »Wachet und Betet« wird am Sonnabend, dem 12. September, um 17 Uhr in der Gethsemanekirche eröffnet. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch mit Zeitzeugenberichten erschienen.

Programmheft

Auf dieser Seite möchten wir Sie über die einzelnen Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen von »Wachet und Betet« informieren. Sie können sich auch das komplette Programmheft als PDF herunterladen.

Gerne senden wir Ihnen auch das Programmheft in gedruckter Form zu. Bitte senden Sie uns Ihre Bestellung per Mail an: infoping@wachet-und-betetpong.de

 

Freier Eintritt

Die Gethsemanekirche war im Herbst 1989 ein Ort, der jedem offen stand: ein Ort der Freiheit. Wenn 20 Jahre später jener Ereignisse gedacht wird, soll das Gedenken jedem Menschen offen stehen. Jeder erhobene Eintritt, sei er noch so klein, vermindert aber die Zahl derer, die an der gemeinsamen Erinnerung teilhaben können.

Um den freien, offenen Geist von einst heute wieder lebendig werden zu lassen, möchten wir Ihnen gern zu allen Veranstaltungen freien Eintritt gewähren.

Wir vertrauen darauf, dass sich Menschen durch ihre Spende am Ausgang solidarisch mit diesem Gedanken erklären und unserer Gemeinde helfen, die erheblichen Unkosten für die Gestaltung dieser Projektwochen mit zu tragen.

Großer Dank gilt schon heute allen ehrenamtlich tätigen Gemeindegliedern der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord und Freunden, ohne die die Fülle an Vorbereitungen nicht möglich gewesen wäre. Ein besonderer Dank gilt Martin-Michael Passauer, Generalsuperintendent i. R. als Schirmherr dieses Projektes.

Allen ein herzliches Willkommen in unserer Gemeinde und vielen Dank für Ihre große Unterstützung!

Der Gemeindekirchenrat/ AG 89

 

Ausstellung in der Gethsemanekirche

Ausstellung »Wachet und Betet«

in der Gethsemanekirche

Verlängert bis zum 20. Dezember 2009

Öffnungszeiten
Sonntags vor und nach dem Gottesdienst (11.00 Uhr)

Zur Ausstellung
Am Beispiel der Gethsemanekirche wird das Verhältnis zwischen Staat und Kirche exemplarisch über mehr als 100 Jahre dokumentiert. In der Ausstellung wird die Instrumentalisierung von Religion und Kirche für politische Zwecke, aber auch die Kraft des Glaubens, die zu Widerstand und politischem Ungehorsam führt, anhand der Bilder, Texte und ausgestellten Exponate deutlich. Ursachen, Vorgeschichte und die Ereignisse der Tage im Oktober 1989 geben verschiedene Sichtweisen wieder, schlagen einen Bogen zur Gemeinde heute. Zeitzeugenberichte, Zeitungsmeldungen und Befehle des MfS stehen neben Gedächtnisprotokollen.
Mit der Ausstellung in dem markantesten öffentlichen Gebäude aus der Entstehungszeit des Stadtbezirkes will die Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord dazu beitragen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger mit der Geschichte ihres Kiezes und mit ihrer eigenen Geschichte identifizieren.

Die Ausstellung gliedert sich in folgende Abschnitte:
1. Die Gethsemanekirche – eine Kirche im proletarischen Kiez vom Kaiserreich bis zur Weimarer Republik
2. NS-Zeit, zwischen Widerstand und Anpassung
3. Nachkriegs- und DDR-Zeit bis in die 80er Jahre
4. Vorboten der friedlichen Revolution
5. Die Tage zwischen dem 1. und 8. Oktober 1989
6. Die Gethsemanekirche heute

 

Begleitbuch zur Ausstellung

Das Begleitbuch zur Ausstellung „Wachet und Betet – 20 Jahre Herbst 1989 in Gethsemane“ beinhaltet Berichte, Interviews sowie Tagebücher und Briefe von 35 Zeitzeugen, die in verschiedener Weise im Oktober 1989 mit der Gethsemanekirche in Kontakt gekommen sind. Aus persönlicher Sicht erzählen diese Zeitzeugen, wie sie die Tage im Oktober erlebt, welche Ängste und Hoffnungen dabei eine Rolle gespielt und warum sie bestimmte Entscheidungen getroffen haben.

Unter den Erzählenden finden sich die drei damaligen Pfarrer der Gemeinde sowie Mitglieder des Gemeindekirchenrates und der Gemeinde - von Kindern bis hin zu Senioren - aber auch die Kontakttelefongruppe, die von der Sammlung der Gedächtnisprotokolle berichtet, Aktivisten der Mahnwache und der Fastengruppe, die von außen an die Gethsemanegemeinde herangetreten waren, Anwohner, die eher zufällig in die Ereignisse mit hineingezogen wurden, sowie ein damaliger Volkspolizist, der für seinen Bericht auch alte Diensttagebücher zur Verfügung gestellt hat. Auch ein Gedächtnisprotokoll eines verhafteten Gemeindeglieds hat in das Buch Eingang gefunden.

Herausgeberin ist die Berliner Journalistin Cornelia Kästner, die auch die Texte gesammelt und Gespräche geführt hat. „Die Berichte in dem Buch unterscheiden sich sehr voneinander“, sagt Kästner. „Wir haben einen Pfarrer, der politisches Engagement als Teil seiner Berufung begreift und einen Punk, der eigentlich nur ein bisschen Action wollte, einen Polizisten, dessen Eid ihm befohlen hat, die Waffe auf Menschen zu richten und eine Mutter, deren erste Pflicht der sprichwörtliche Windeltopf war, womit sie ihrem Mann in Gethsemane den Rücken frei gehalten hat.“

Gerade diese manchmal sehr persönlichen Geschichten würden die Ereignisse im Herbst 1989 greifbar machen: „Wir wollten das einfangen, woran sich Menschen persönlich erinnern und was sie erzählen, wenn man sie nach dieser Zeit fragt. Und es ist eine Spurensuche in Zivilcourage.“

Das Begleitbuch zur Ausstellung "Wachet und Betet" ist am 29. November 2009 im Rahmen des gemeinsamen Adventsgottesdienstes zum 1. Advent in der Paul-Gerhardt-Kirche vorgestellt worden.

Ab sofort ist es im Gemeindebüro Gethsemane und nach den Gottesdiensten in der Gethsemanekirche zum Selbstkostenpreis von acht Euro erhältlich. Falls Sie das Buch nicht selbst abholen können, senden wir es Ihnen gegen Vorkasse gerne zu. Schreiben Sie uns dazu eine E-Mail an: infoping@wachet-und-betetpong.de

 

"Revolution in Berlin" - eine Trilogie 7. - 9. Oktober

7. Oktober 1989: Während im Palast der Republik die kommunistischen Partei- und Staatsführer den 40. Jahrestag der DDR feierten, demonstrierte das Volk auf der Straße für demokratische Veränderungen. „Wir sind das Volk!“, riefen die Demonstranten. Die Machthaber antworteten mit brutaler Gewalt, doch die Ostberliner ließen sich nicht mehr einschüchtern und zogen zur Gethsemanekirche. Aus dem Mut von Wenigen erwuchs eine Massenbewegung. Die Kirche im Prenzlauer Berg war das damalige Zentrum der Proteste in Ostberlin. Hier forderte eine Mahnwache ab dem 2. Oktober 1989 die Freilassung von inhaftierten Leipziger Demonstranten. Tausende versammelten sich täglich vor und in der Kirche. Mit Kerzen traten sie der Staatsgewalt und ihrer eigenen Angst entgegen.

Mi, 7. 10., Gethsemanekirche
»Brennpunkt Gethsemanekirche«

15.00 Uhr - Veranstaltung der Edith-Stein-Schule mit zwei von SchülerInnen gestalteten Steinen, die am 9.11. mit vielen anderen als »Domino-Steine« auf dem ehemaligen Mauerstreifen fallen werden
16.00 Uhr - Bürgerfest „Vom Bürgerprotest zur Bürgerbewegung“
Pankower Bürgerinitiativen, NGOs und Einrichtungen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur informieren.
19.00 Uhr Revolutionsstele Gethsemanekirche
Einweihung einer Erinnerungs- und Informationsstele
20.00 Uhr Zeitzeugengespräche
Zeitzeugen und Teilnehmer der Protestaktionen im Oktober 1989 erinnern sich u. a. mit Tom Sello, Frank Ebert (1989 Mahnwache), Herbert Mueller (1989 Anwohner) und Eberhard Diepgen (ehm. Regierender Bürgermeister von Berlin)
Lieder: Ekkehard Maaß
Verordnete der Bezirksversammlung Pankow lesen aus Gedächtnisprotokollen von 1989
Eine Veranstaltung der Robert-Havemann-Gesellschaft

Do, 8. 10., 19.30 Uhr, Gethsemanekirche
»Machtfrage – Wie die Staatssicherheit versuchte, die friedliche Revolution zu verhindern«
Zeitzeugendiskussion und Präsentation von Überwachungsfotos, Stasi-Akten und einem ungarischen Demonstrationsvideo aus dem Oktober 1989
Begrüßung: Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
Zeitzeugendiskussion mit Kerstin Gierke (1989 Mahnwache Gethsemanekirche/ Umweltbibliothek Zionskirche), Christoph Singelnstein (1989 Kontakttelefon der Berliner Gruppen) und Dr. Christian Halbrock (BStU)
Moderation: Stephan Detjen (Deutschlandfunk)
Musik: Dietrich Petzold an Violine und Viola
Eine Veranstaltung der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen

Fr, 9. 10., 19.30 Uhr, Gethsemanekirche
»Ringen um Demokratie 1989 und heute«
Podiums-Diskussion

Die Ereignisse vor 20 Jahren schlagen eine Brücke zu heute: Was heißt Demokratie konkret heute – welche Aufgabe und Verantwortung haben Bürger und auch die Kirchen in einer demokratischen Gesellschaft? Warum nimmt die Politikverdrossenheit zu? Gibt es heute noch politische Diakonie – und wo muss sich Kirche einmischen? Politiker mit kirchlichem Hintergrund und politisch engagierte Kirchenleute diskutieren.
Teilnehmer:
- Marianne Birthler, Bundesbeauftragte der BStU;
- Pf. Dr. Bernd Albani;
- Stephan Hilsberg, MdB SPD;
- Martin-Michael Passauer, Generalsuperintendent i. R.;
- Prof. Dr. Richard Schröder, Theologe HU Berlin
Moderation: Friederike Sittler, Journalistin, rbb Kirche und Religion


Kerzen für Freiheit und Demokratie

Vor zwanzig Jahren brannten hunderte Kerzen vor der Gethsemanekirche. Wir möchten daran erinnern und bitten Sie, vom 7. bis 9. Oktober wieder Kerzen vor die Kirche zu stellen, um an die Mutigen zu erinnern, die sich von der Staatsmacht nicht einschüchtern ließen und für Freiheit und Demokratie kämpften.

Eine Aktion der Robert-Havemann-Gesellschaft in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord, der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, der Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, der Bezirksverordnetenversammlung Pankow und Kulturprojekte Berlin.

 

Vortrag Jens Reich

»Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, … wann muss Kirche politisch handeln?«

Fr, 16.10., 19.30 Uhr, Gethsemanekirche

Referent: Professor Dr. Jens Reich

Arzt, Molekularbiologe, Autor und Erstunterzeichner des Aufrufs »Aufbruch 89 – Neues Forum«, Sprecher auf der Demonstration am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz, kandidierte zur Wahl des Bundespräsidenten 1994, unabhängiger politischer Bürger und Demokrat, ist heute Mitglied des Deutschen Ethikrates

Einführung: Luise Schramm-Wekel

 

Gottesdienste und Predigtreihe „Gedanken zu Freiheit“

Die Gottesdienste in der Gethsemanekirche erhalten im Herbst 2009 in Erinnerung an die Ereignisse vor 20 Jahren einen besonderen Akzent. In einer Predigtreihe wollen wir Persönlichkeiten aus Kirche und Politik, aus dem näheren Umfeld der Ereignisse in Berlin, aber auch aus Osteuropa auf die Kanzel einladen, um mit uns über »Freiheit« nachzudenken. Freiheit – das war Sehnsucht und Ziel der politischen Aktivitäten von Gruppen und Einzelnen im Herbst ’89 und in den Jahrzehnten davor.

Freiheit hat eine tiefe geistliche Dimension. Der Gott, der sein Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten befreit und uns in Christus zur Freiheit berufen hat, ist zugleich der, der uns einlädt, über die Grenzen und den Sinn von Freiheit nachzudenken. Diese geistliche Dimension war es, die verhinderte, dass die Sehnsucht nach Freiheit in Willkür und Gewalt umschlug.
Zu dem spannenden Dialog möchten wir Sie einladen.

Die Predigtreihe beginnt am Sonntag, dem 13. September, und endet im Ökumenischen Gottesdienst zum Buß- und Bettag am Mittwoch, dem 18. November, in der Gethsemanekirche.

Der Erntedank-Gottesdienst am Sonntag, dem 4. Oktober, zu dem Bischof Dr. Wolfgang Huber die Predigt hält, wird um 9.30 Uhr im ZDF live übertragen.

Neben den sonntäglichen Gottesdiensten ist der Abendmahls-Gottesdienst zum Reformationsfest am Samstag, dem 31. Oktober, mit Wort und Musik ganz dem Gedanken der Freiheit gewidmet. Zu Gast ist die Berliner Domkantorei unter der Leitung von Herbert Hildebrandt.

Am Freitag, dem 6. November, feiern wir zur Eröffnung der Kreis-Synode um 19.30 Uhr einen weiteren Abendmahlsgottesdienst, die Predigt wird Superintendent Dr. Christoph Schuppan halten.

In allen Gottesdiensten soll neben der Predigtreihe auch die Kirchenmusik eine herausragende Rolle spielen. Mit Motetten, Kantaten, Auszügen aus Oratorien, Taizé-Gesängen, Jazz und Gospel erklingt Chormusik in ganz unterschiedlichen Stilrichtungen. In dieser Zeit werden wir viele Taufen haben. Fühlen Sie sich jederzeit herzlich eingeladen zum gemeinsamen Singen und Beten.

Alle Termine der Predigtreihe auf einen Blick
(für weitere Infos klicken Sie bitte auf die einzelnen Termine)

So, 13. September, 11.00 Uhr (Predigt: Pf. Hans Simon)
So, 20. September, 11.00 Uhr (Predigt: Pf. Christian Zeiske)
So, 27. September, 11.00 Uhr (Predigt: Pf. Christian Zeiske)
So, 4. Oktober, 9.30 Uhr (Predigt: Bischof Dr. Wolfgang Huber)
So, 11. Oktober, 11.00 Uhr (Predigt: Adam Bonietzki, Krakau)
So, 18. Oktober, 11.00 Uhr (Predigt: Pf. Gisbert Mangliers)
So, 25. Oktober, 11.00 Uhr (Predigt: Josef Benes, Prag)
Sa, 31. Oktober, 19.30 Uhr (Predigt: Pf. Heinz-Otto Seidenschnur)
So, 1. November, 11.00 Uhr (Predigt: Pfn. Uta Fey)
Fr, 6. November, 19.30 Uhr (Predigt: Superintendent Dr. Christoph Schuppan)
So, 8. November, 11.00 Uhr (Predigt: Pf. Heinz-Otto Seidenschnur)
So, 15. November, 11.00 Uhr (Predigt: Pf. Christian Zeiske)
Mi, 18. November, 19.30 Uhr (Predigt und Liturgie: Ökumenischer Pfarrkonvent Prenzlauer Berg)

 

Ökumenische Friedensdekade „Mauern überwinden“

Die Ökumenische Friedensdekade wird in diesem Jahr in der Gethsemanekirche am Montag, dem 9. November, um 18.00 Uhr mit einer Gedächtnisfeier zum 9. November »Gedenke des Tages« eröffnet. Im Anschluss findet um 20.30 Uhr eine Ökumenische Andacht an der Bornholmer Brücke statt, jenem Ort, an dem 1989 erstmals der Schlagbaum nach West-Berlin für alle Menschen geöffnet wurde.

Ein Filmabend am 11. November sowie ein Konzert mit dem Liedermacher Karl-Heinz Bomberg am 16. November jeweils um 20.00 Uhr im Elias-Kuppelsaal wollen uns in Bild und Musik an die eigene Kraft und Zivilcourage erinnern, die notwendig ist, um im Alltag Mauern zu überwinden.

Zum großen oratorischen Konzert, dem »Mose-Oratorium« von Adolf Bernhard Marx, mit der Sing-Akademie zu Berlin und dem Staats- und Domchor Berlin sind Sie am Samstag, dem 14. November, um 19.00 Uhr in die Gethsemanekirche eingeladen.

Der Sonntags-Gottesdienst am 15. November nimmt in seinem christlich- jüdischen liturgischen Kontext Bezug auf die gemeinsamen Wurzeln unserer Religionen und Feierkultur.

Der Ökumenische Gottesdienst zum Buß- und Bettag am Mittwoch, dem 18. November, um 19.30 Uhr in der Gethsemanekirche bildet gleichzeitig den Abschluss der Ökumenischen Friedensdekade und der Projektwochen »Wachet und Betet«. Neben liturgischer Musik von Bach und Mendelssohn wird musikalisch das »Prager Te Deum« von Petr Eben (1929 – 2007) aus dem Jahre 1989 im Mittelpunkt stehen.
Im Vorwort des Komponisten heißt es: »Wir hatten in den vergangenen vierzig Jahren als tschechoslowakische Nation in unserem Lande wahrlich keinen Grund, ein Te Deum anzustimmen. Als nun die so lange entbehrte Freiheit 1989 so plötzlich auf uns zukam, quoll mir das gregorianische Motiv des Hymnus »Te Deum« mit seinem freudig aufsteigenden Ductus so richtig aus der Seele, und bei aller Turbulenz, die die Revolutionsepoche mit sich brachte, schaffte ich es doch, um die Jahreswende 1989/90 das Te Deum als Danksagung für alles, was geschehen war, zu komponieren. (...) Der Text des Te Deums stellt den Komponisten hauptsächlich vor ein prinzipielles Problem: wo finde ich in diesem ununterbrochenen Lobeshymnus Stellen, die mir erlauben, nicht nur ständig zu jubilieren? Ich wählte dazu das Sanctus, das ja auch im Sinne mystischer Gottesfurcht aufgefasst werden und deshalb in leiser Dynamik erklingen kann, und die beiden Bitten »Te ergo quaesumus« und »Fiat misericordia tua«, die wiederum in einer innigen Wärme mit dem kraftvollen Lobgesang kontrastieren sollen (...).«
Ausführende:
- Gethsemane-Kantorei
- Mitglieder der Berliner Singakademie
- Chor der UdK Berlin,
- Hauptstadtblech, Saxofonquadrat, Percussion und Schlagwerk
- Orgel: Joachim Vetter
Musikalische Leitung: Christoph Zschunke.

 

„Gedenke des Tages“ - eine Gedächtnisfeier zum 9. November in Musik und Wort

Montag, 9. November 2009, 18.00 Uhr
Gethsemanekirche

Die Feste der jüdischen und der christlichen Religion sind fast alle Feste des Gedenkens: es wird in ihnen je eines Ereignisses gedacht, das sich in der Geschichte des Volkes Israel oder im Leben Jesu vollzogen hat. Diese alte religiöse Praxis des Gedenkens findet sich in gegenwärtiger Gestalt wieder, wenn ein Datum für eine Gemeinschaft so aufgeladen ist wie für die Deutschen der 9. November.

Im zwanzigsten Jahr des Mauerfalls verbindet sich mit ihm die Freude über die plötzliche Öffnung der Grenzen im Herbst 1989, unauslöschlich bleibt die schmerzliche Erinnerung an die Reichspogromnacht im Jahr 1938. Ein Tag wie dieser hält dazu an, über die Formen und die Geschichte unseres Gedenkens selbst nachzudenken.

Zur Eröffnung der Friedensdekade laden wir darum zu dieser Gedächtnisfeier mit Wort und Musik ein. Es erklingen unter anderem Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, das »Te Deum« von John Rutter sowie die Choralkantate von Helmut Barbe »Der du die Zeit in Händen hast«, die er anlässlich des Kirchentages in Berlin 1989 schrieb. Um der Zerrissenheit des Gedenkens selbst eine adäquate Tonsprache zu geben, wird die unter dem Eindruck des Mauerfalls entstandene Komposition »Mon 1789 – Mein 1989« von Georg Katzer für Tonband eingespielt, die zugleich an das Ende der französischen Revolution am 9. November 1799 erinnert.

Im Anschluss an diese Feier laden wir Sie zur Ökumenischen Andacht an der Bornholmer Brücke ein.

Ausführende:
- Ökumenischer Chor Prenzlauer Berg
- Chor der UdK, Kammermusikensemble
Musikalische Leitung: Maria Hasenleder, Christoph Zschunke;
Reflexion über »Feierkultur – Erinnerungskultur«: Gerlind Lachenicht, Arbeitsstelle Erinnerungskultur der EKBO

 

Oratorisches Konzert - „Mose-Oratorium“ von Adolf Bernhard Marx

Sa, 14. 11., 19.00 Uhr
Gethsemanekirche

Adolf Bernhard Marx war einer der berühmtesten Musiktheoretiker und Musikkritiker des 19. Jahrhunderts. Als Komponist aber ist er zu Unrecht völlig vergessen. Selbst sein Hauptwerk, das Oratorium »Mose«, kennt heute keiner mehr, seit über 150 Jahren ist es nicht mehr erklungen. Dabei stellt das Werk einen gewichtigen Beitrag zur Geschichte des geistlichen Oratoriums dar.

Der enge Freund von Felix Mendelssohn Bartholdy hat in seiner Komposition nicht nur einen jüdischen Gottesdienst »in der uralten Weise Abrahams« integriert und den sonst immer so geschmähten Ägyptern Züge von Menschlichkeit verliehen. Er hat auch die Türen zu einer ganz neuen Tonsprache geöffnet, die von einem ungeahnten Reichtum an Klangfarben zeugt. So wird der Auszug der Israeliten aus der Wüste in diesem Werk zum Symbol für ein Überwinden religiöser, politischer und ästhetischer Schranken.

Ausführende:
- Sing-Akademie zu Berlin; Staats- und Domchor Berlin;
- Symphonische Compagney Berlin
Leitung: Kai-Uwe Jirka
Reservierung von kostenlosen Einlasskarten unter: Tel: 030-20 91 28 30;
Mail: bueroping@sing-akademiepong.de

 

Ein musikalischer Gottesdienst in Christlicher und Reform-Jüdischer Tradition

So, 15. 11., 11.00 Uhr
Gethsemanekirche

Musikalischer Gottesdienst in Jüdischer und Christlicher Tradition
Predigt: Kantorin Jalda Rebling und Pf. Christian Zeiske;
Gethsemane-Kantorei, Leitung: Christoph Zschunke

Adolf Bernhard Marx gehörte wie Mendelssohn zu einer ganzen Reihe von Juden, die im 19. Jahrhundert zum Christentum konvertierten und dennoch ihre Herkunft nie verleugnet haben: In sein Oratorium »Mose« hat Marx etwa einen ganzen jüdischen Ritus »in der alten Weise Abrahams« integriert. Der musikalische Austausch zwischen Juden und Christen war gerade in Berlin ab 1800 so eng, dass auch protestantische Komponisten wie Carl Friedrich Zelter Werke für die Synagogen schrieben.

Bis in die späten dreißiger Jahre hinein spiegelte sich dieser enge Kontakt im reform-jüdischen Gottesdienst, vor allem in den Kompositionen von Louis Lewandowski wieder; der jüdische Gottesdienst übernahm viele musikalische Elemente des protestantischen Rituals. Wir wollen diese gemeinsame Tradition mit einem musikalischen Gottesdienst bedenken.

Die jüdische Kantorin Jalda Rebling, die in der Nacht des 9. Oktober 1989 in der Gethsemanekirche gesungen hat, wird im nachbarschaftlichen Miteinander zu diesem Gottesdienst moderne jüdische Liturgie beitragen. In einer dialogischen Predigt werden Kantorin Jalda Rebling und Pfarrer Christian Zeiske die Predigtreihe »Gedanken zur Freiheit« beschließen.

 

Filmabende

Der Herbst ’89 wurde in vielen Filmen dokumentiert. Eine Auswahl dieser Dokumentationen wollen wir Ihnen zeigen, immer mittwochs um 20.00 Uhr im Elias-Kuppelsaal. Im Anschluss wird es jeweils die Gelegenheit geben, mit den Filmemachern, über deren und unsere Perspektive auf die Ereignisse im Herbst ’89 miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mi, 30. 9., »10 Tage im Oktober«, Thomas Frick
Mi, 21.10., »Ende der Eiszeit«, Hans Sparschuh, Stefan Wolle
Mi, 11.11., »Chronik der Wende« (rbb)

außerdem im Programm:
»Mutig gegen Marx und Mielke – Die Christen und das Ende der DDR« Gerold Hofmann; »Wendekinder« Hans Sparschuh und Rainer Burmeister

Bis zum Redaktionsschluss des Programmheftes standen leider noch nicht alle Termine fest, darum kann es zu kurzfristigen Änderungen kommen, über die wir Sie auf dieser Seite informieren werden. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

 

Gospel-Workshops

Die Workshopreihe hat in unserer Gemeinde bereits Tradition und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Viermal im Jahr laden wir ganz offen zu einem Intensiv-Gospel-Wochenende ein, unabhängig vom Alter oder den musikalischen Vorkenntnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Workshops bieten eine gute Gelegenheit, sich beim Singen in einer Gruppe auszuprobieren und gemeinschaftlich das Besondere am Gospel und seinem mitreißenden Chorsound zu erleben.

Die beiden Workshops im September und November nehmen den Gedanken der Predigtreihe zur „Freiheit“ mit auf, und geben Ihnen die Möglichkeit, sich aktiv an den Gottesdiensten und dem gesamten Programm „Wachet und Betet“ zu beteiligen. Alle Gospel- und Sing-Begeisterten sind herzlich willkommen!

Die Teilnahmegebühr beträgt pro Workshop 25 Euro, ermäßigt 15 Euro (inkl. Verpflegung).
Melden Sie sich im Konzertbüro Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord an und seien Sie mit dabei!
Tel. (030) 44 71 55 67 oder E-Mail: konzertbueroping@ekpnpong.de.
Gern beantworten wir Ihre Fragen zu den Workshops.

„….feel the freedom“

Gospel-Workshop mit Christoph Zschunke

18. - 20. September 2009, Elias-Kuppelsaal

Abschlusskonzert, So. 20. Sept. 2009, 17 Uhr,
Paul-Gerhardt-Kirche

Mehr Infos und Anmeldung >>

------------------------------------------------------------------

„...celebrate the walls came tumbling down!“ 

Gospel-Workshop mit Verena Kemkes, Christoph Zschunke & Band

unter Beteiligung der Singschule der Gemeinde

6. - 8. November 2009, Paul-Gerhardt-Kirche

"...der EINEN Welt zuliebe", mit Abschluss des Tages für Chochabamba, einem Partnerprojekt in Bolivien, um 16.00 Uhr in der Paul-Gerhardt-Kirche.

 

Jazz-Doppelkonzert und Gottesdienst

Am Samstag, dem 17. Oktober, laden wir um 19.30 Uhr zu einem außergewöhnlichen Jazz-Doppelkonzert in die Gethsemanekirche ein. Im ersten Teil erklingt die »Easter-Suite« von Oscar Peterson (1925 – 2007) – dem legendären Jazz-Pianisten des vergangenen Jahrhunderts. Die »Easter-Suite« komponierte er 1984 als Auftrag für die BBC. Es entstand eine zutiefst berührende Jazz-Trio-Version der Passionsgeschichte. Beginnend mit den Szenen »The Last Supper« und »The Garden of Gethsemane« birgt diese Komposition selbst schon eine theologische Interpretation, stellt sie doch die Versöhnung und Vergebung programmatisch ins Zentrum der neun Suite-Sätze.

Das Bielefelder Jazz-Trio, bestehend aus Olaf Kordes (Piano), Wolfgang Tetzlaff (Kontrabass) und Karl Godejohann (Drums) – siehe auch unter www.easter-suite.de – spielt die »Easter-Suite« an diesem Abend zu Bild-Projektionen der Leidensstationen Jesu.

Im zweiten Teil des Doppelkonzerts führt das AGvH-Jazz-Quintett um den Pianisten Albrecht Gündel-vom Hofe das Projekt »Stationen auf dem Weg zur Freiheit« des Berliner Jazz-Saxophonisten Uwe Steinmetz unter Leitung des Komponisten auf. Im Mittelpunkt stehen die vom Theologen Dietrich Bonhoeffer während seiner Tegeler Haftzeit 1943 – 1944 verfassten Gefängnisgedichte. Uwe Steinmetz hat mit äußerster Sensibilität und Ausdrucksstärke diese Texte – vorgetragen von einzelnen Sprechern und einem Sprecherchor – in eine Art Suite angeordnet und in einen musikalischen Kontext und Dialog eingebettet.

Dramaturgisch führt der Weg Bonhoeffers vom Dunkel der letzten Nacht in Gefangenschaft vor seiner Hinrichtung mit all seinem Zweifel zum Licht des Morgens mit der Gewissheit, in die Freiheit und Gottes Geborgenheit hinein zu sterben. Damit bildet er einen spannenden spirituellen Kontrapunkt zur »Easter-Suite« aus dem ersten Teil des Doppelkonzerts.

Am Sonntag, dem 18. Oktober, feiern wir um 11.00 Uhr in der Gethsemanekirche einen »Jazz-Gottesdienst« mit Teilen aus der »New-York-Mass« von Christoph Schöpsdau und Jazz-Arrangements alter geistlicher Hymnen und neuerer geistlicher Lieder. Angeleitet werden wir vom Gospel- und Jazzchor »spirited« (www.spirited.de) sowie dem AGvH-Jazz-Quintett.

Um 17.00 Uhr hören Sie dann »another day« – ein spirituelles Jazz-Chor-Programm, komplementiert durch instrumentale Jazz-Arrangements von Liedern aus der »Bekennenden Kirche«. Ausführende dieses Konzerts sind der Chor spirited unter der musikalischen Leitung von Christoph Zschunke und das AGvH-Jazzensemble um Albrecht Gündel-vom-Hofe.

 

„Lieder zwischen Liebe und Revolution“ wenn sich der Untergrund bewegt…

Mo, 16. 11., 20.00, Uhr
Elias-Kuppelsaal

Liederabend mit Karl-Heinz Bomberg (Gesang, Gitarre)
und Otmar Desch (Klavier)

Karl-Heinz Bomberg ist Liedermacher und Psychoanalytiker. Der Titel »Lieder zwischen Liebe und Revolution« beschreibt den Bogen von zwischenmenschlicher Poesie bis zu gesellschaftlichen Dimensionen und Visionen. Ende der 80er Jahre war Bomberg mit mehreren Liederkonzerten in der Gethsemanekirche zu Gast. Immer wieder setzte er darin politische Akzente für gewaltlosen Widerstand und friedliche Konfliktbewältigung.

Er wandte sich gegen Bevormundung und Ideologisierung in Schule und Kindergärten und gegen die allgemeine Verherrlichung von Krieg in der Erziehung unserer Kinder. In der stürmischen Zeit 1989 und 1990 hat Bomberg den Aufbruch mit seinen Liedern begleitet, mahnte bei allem Glücksgefühl auch vor den Gefahren der Vereinnahmung und der Geldideologie. Mit seinen künstlerischen Mitteln sang er letztmalig 1996 »Sing mein neu-altes Lied« gegen den damals drohenden Golfkrieg.

In seinem neuen Chansonprogramm »Wenn sich der Untergrund bewegt« singt er von den großen und kleinen menschlichen Stärken und Schwächen, vom Überwinden sozialer Ungerechtigkeit. Bomberg greift dabei mit Vehemenz auf politische Themen zurück und setzt sie mitten in den Alltag. So ergeht es der großen Liebe, die erst im Kleinen Entfaltung findet. 20 Jahre nach der friedlichen Revolution verbindet sein Programm auf spielerische Weise wiederkehrende und neue Inhalte.

 

Orgelkonzert - 20 Jahre danach

Mi, 14. 10., 19.30 Uhr
Gethsemanekirche


KMD Matthias Jacob ist seit 1981 Kirchenmusiker an der Friedenskirche in Potsdam, hat als Konzertorganist bereits in vielen europäischen Ländern und in den USA gastiert. Dabei bildet das Werk Max Regers einen Schwerpunkt im Repertoire. Er ist als Dozent für künstlerisches Orgelspiel und Chorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Halle/Saale tätig. Vor genau 20 Jahren, in den Oktobertagen 1989, spielte Matthias Jacob das reguläre Orgelkonzert in der völlig überfüllten Gethsemanekirche bei gleichzeitigem friedlichen, aber durchaus lautstarken Protesten vor der Kirchentür. Obwohl die aufgeheizte Atmosphäre innerhalb der Kirche damals weniger »andächtig« war, vielmehr einem »offenen Bahnhof« glich, erinnert sich Matthias Jacob sehr gern an diesen außergewöhnlichen und emotionalen Abend.

So ist für Matthias Jacob dieses Orgelkonzert – 20 Jahre danach – eine Art »Jubiläumskonzert« und Anlass genug, im Anschluss daran bei einem Glas Wein gern mit den Hörenden ins Gespräch zu kommen, über die eben vernommenen musikalischen Eindrücke und über jene, die aus den Ereignissen vor 20 Jahren an diesem Ort im Gedächtnis und im künstlerischen Empfinden des Organisten unauslöschlich geworden sind.

Es erklingen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847), Johann Sebastian Bach (1685 – 1750), Max Reger (1873 – 1916) und Maximilian Kreuz (*1953).

 

Tanz und Improvisation im Stadtkloster Segen

Mi, 28. 10., 20.00 Uhr
Stadtkloster Segen

Widerstands-BEWEGUNG
Tanz & Text • Bewegung & Minimal Electro •
zwischen Geschichtsschreibung & Liveness
Ulrike Flämig & DJ
Aus historischen Texten und biographischem Material entsteht eine dokumentarische Tanzskizze zum Mauerfall.

 

Taizé-AbendbeSINNung im Stadtkloster Segen

Mi, 4. 11., 20.00 Uhr
Stadtkloster Segen

AbendbeSINNung »…gewaltlos widerstehen«
mit Liedern aus Taizé und musikalisch-spirituellen Impulsen der Stadtkloster-Gemeinschaft;
Pf. Gisbert Mangliers; Georg Schubert und Team;
Stadtkloster-Band und Christoph Zschunke

 

Kooperationspartner

Als Kooperationspartner unterstützen uns die Bundesbeauftragte und der Landesbeauftragte für die Unterlagen der Staatssicherheit der ehemaligen DDR (BStU und LStU), die Robert-Havemann-Gesellschaft sowie der Ökumenische Arbeitskreis Prenzlauer Berg (AKÖS).

Wir freuen uns in diesen Wochen über die errungene Freiheit. Vielerorts ist die langjährige Teilung der Stadt Berlin heute jedoch kaum mehr sichtbar. Das kulturelle Leben der Stadt Berlin hingegen hält diese Erinnerung weiter wach. So gibt es beispielsweise Chöre, Opernhäuser und Institutionen wie Hochschulen und Universitäten im künstlerischen Bereich wegen der Teilung Berlins bis heute zweimal – in West und Ost.

Kooperationspartner für das künstlerische und musikalische Programm von »Wachet und Betet« sind darum genau diese Institutionen, die durch ihr ›doppeltes‹ Bestehen bis heute entscheidend zur kulturellen Vielfalt der Stadt beitragen.

Der »Staats- und Domchor«, Knabenchor an der Universität der Künste, war in der geteilten Stadt liturgisch an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in West-Berlin angesiedelt. Eine Ost-Berliner ›Schwester‹ bekam er mit der Gründung der »Berliner Domkantorei« 1961, die unter der Leitung von Herbert Hildebrandt lange Jahre ihre konzertante und spirituelle Heimat in der Gethsemanekirche fand.

Ähnlich verhält es sich mit der traditionsreichen »Sing-Akademie zu Berlin« und der »Berliner Singakademie« in Ost-Berlin. Beide Sing-Akademien vermögen auch heute noch wegen ihrer unterschiedlichen Profile verschiedene kulturelle und künstlerische Schwerpunkte in der Stadt zu setzen.

»Studiosi cantandi« wiederum, den ersten gesamtberliner ökumenischen Studentenchor – damals unter Leitung von Elisabeth Kaiser, gibt es erst wegen der Überwindung der Teilung Berlins. Das »Jazz-Institut Berlin« sowie »KLANGZEITORT Institut für Neue Musik Berlin« sind gemeinsame Einrichtungen der »Universität der Künste, Berlin« und der »Hochschule für Musik Hanns Eisler«, auch sie unterstützen uns bei der musikalischen Gestaltung dieser Veranstaltungsreihe.

Wir können heute dankbar sein, dass sich die kulturelle Vielfalt der Stadt in all diesen Fällen nach der Wiedervereinigung erhalten hat. In der Veranstaltungsreihe »Wachet und Betet« sind diese Chöre und Institutionen programmatisch in der Gethsemanekirche vereint.

 

Schirmherr

Martin-Michael Passauer, Generalsuperintendent i. R.

Ein Projekt des Gemeindekirchenrates der Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord

Projektverantwortliche: Ursula Kästner

 

Sponsoren

  • Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

  • Deutsche Bank

  • Evangelische Darlehensgenossenschaft

  • Landesbeauftragter für die Stasiunterlagen der ehemaligen DDR (LStU)

  • Rotary-Club

  • Zeit-Stiftung



Dank und Unterstützung

Universität der Künste, Berlin;
Hochschule für Musik »Hanns Eisler«;
Jazz-Institut Berlin;
KLANGZEITORT, Institut für Neue Musik Berlin;
Staats- und Domchor, Berlin;
Berliner Domkantorei;
Berliner Singakademie;
Sing-Akademie zu Berlin;
Studiosi cantandi;
ProGospel e.V.;
Ökumenischer Arbeitskreis Prenzlauer Berg (AKÖS);
Popularmusikbeauftragter der EKBO;
Goecke und Farenholtz, Klavierbau;
Dieter Wendland Grafik-DesignBüro AGD;
Bühnenverleih Frank von Wysocki GmbH;
Klavierstimmer Marcellus Jany;
Brauer-Audio;
Blumen-Café Michael Schaarschmidt

 

So finden Sie uns

Gethsemanekirche • Stargarderstr. 77 • 10437 Berlin
S u. U-Bahn Schönhauser Allee
Stadtplan
Mehr Infos >>

Elias-Kuppelsaal • Göhrener Straße 11 • 10437 Berlin
Tram M 2, 10 Danziger Straße
Stadtplan
Mehr Infos >>

Paul-Gerhardt-Kirche • Wisbyer Straße 7 • 10439 Berlin
Tram M1, 13 Wisbyer Straße
Stadtplan
Mehr Infos >>

Stadtkloster Segen • Schönhauser Allee 161 • 10435 Berlin
U2 Senefelderplatz
Stadtplan
Mehr Infos >>

 

Spendenkonto

KVA Berlin Stadtmitte
Kto 411 741 280
Ev. Darlehensgenossenschaft
BLZ 210 602 37
Zweck: Prenzlauer Berg Nord / wachet und betet